Ich habs kurz angeschnitten und will das Thema auch eigentlich nicht hier vertiefen, aber momentan mache ich mir Gedanken darüber, wie man sich in Sachen Partnersuche und Partnerakzeptanz verändert, wenn man älter wird.
Mit 16/17/18 Jahren sucht man den perfekten Typ. Er muss blonde Wuschelhaare haben, die richtigen Schuhe tragen und mit den coolen Jungs rumhängen. Später wird man lockerer, macht Kompromisse, wird relativ anspruchslos - und stellt fest, dass der haarlose Informatiker mit dem netten Lächeln und dem Arschlochverhalten auch nicht die richtige Wahl ist.
Was ist also Mr Right? Wieviel Kompromiss muss man eingehen? Wieviel Herzrauschtraummann muss er haben?
cRen weiß genau, was er nicht mehr will. Die Suche nach der perfekten Frau, die keinen Fehler irgendeiner Vorgängerin wiederholt.
Ich dachte im Frühjahr, genau den Typ hätte ich gefunden. Die richtigen Bücher, die richtigen Filme, perfekte Haare, das richtige Verhältnis zu Familie, Freunden, Exfreundinnen.
Wie man sich täuschen kann - und wie weh einem Traummänner tun können.
Ich versuch es jetzt andersherum:
Ich suche nicht mehr nach dem scheinbaren 100%-Mann, sondern gehe ein paar Risiken ein. So gibt es Kompromisse, Reibungspunkte, Diskussionen ... aber auch ganz viel unverhofftes Glück. Ich seh über alles Mögliche hinweg, solange das Wesentliche stimmt. Und vielleicht habe ich so, zehn Jahre nach meiner ersten Beziehung, nochmal die Chance mit einem Mann, der meinem ersten Freund sehr ähnlich ist, die Fehler, die ICH damals gemacht habe wieder gutzumachen. Vielleicht geht es ja diesmal gut aus.