Donnerstag, April 27, 2006

Liebe Asienwissenschaftler,

selbst ich habe mittlerweile mitbekommen, wie trendy es ist, "Bachelor" zu werden. Es ist natürlich toll, dass gerade ihr dieses wunderbare Privileg für euch gesichert habt. Der Titel allein muss schon reichen, um euch eine Stelle anzubieten. Als ... als was eigentlich genau?

"Tätigkeiten in Industrie, Handel, Medien und Dienstleistungsberufen, die ein vertieftes Verstehen asiatischer Kulturerscheinungen und Kommunikationsprozesse erfordern. Beratende und administrative Tätigkeiten bei Behörden sowie bei internationalen Organisationen, bei politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, im Bereich der Politikberatung und Erwachsenenbildung sowie im Bibliotheks- und Museumswesen."

steht auf der Homepage der Uni Bonn. Naja, lassen wir das Thema.

Fangen wir mal ganz von vorne an:

Da ihr als mutmaßlicher Nabel der modernen Universitäts-Welt quasi frisch geschlüpft und mit Abitur versehen die Hörsäle bevölkert möchte ich wichtige Aufklärungsarbeit leisten.

1) Um euren - extrem sinnvollen - Studiengang zu erschaffen, mussten andere Fächer abgeschafft werden. Und zwar nicht 1 -2, sondern viele. Von Japanologie, Sinologie, Regionalwissenschaften Japan / Südostasien, über sämtliche Übersetzerkurse, Islamwissenschaft & Arabistik, Orientalische Kunstgeschichte, Indologie, Sprach- und Kulturwissenschaft Zentralasiens, Orientalistik & Orientalische Sprachen, Semitischer & Christlicher Orient, Mongolistik, Tibetologie, und schliesslich auch Vergleichende Religionswissenschaft. Das ging sehr schnell. Als ich das erste Mal das Wort "Bachelor Asienwisseneschaft" hörte, wars schon fast zu spät. Ein Semester danach hatten wir nur noch einen Dozenten und die Hälfte aller Kurse. Jetzt werdet ihr - zumindest hoffe ich das - denken: "Uiiii - und wie machen die Studenten das jetzt, wo wir für eine Flut langweiliger Module sämtliche Dozenten in Beschlag nehmen?!"

2) Ganz einfach - wir müssen zum Teil eure Veranstaltungen besuchen, wo mir als Religionswissenschaftler im 7. Semester aufwändig von meinem Lieblingsdozenten (der unter den Asienwissenschaftler übrigens behandelt wird, wie der letzte Depp, der ausgelacht, mit unwürdigen Spitznamen versehen und übelst behandelt wird) erklärt wird, was "Koran" und "Sure" ist, während ich den Asienwissenschaftlern erklären muss, warum auch die islamische Religion zu ihrem Lehrstoff gehört. Nachdem ich erklärt habe, werde ich allerdings nicht weiter beachtet und die Studenten widmen sich wieder wichtigeren Themen - die Jungs hinter mir spielen lauthals Karten, das Mädel vor mir chattet mit drei verschiedenen Lovern, die Girlies neben mir packen Kaffee und Kekse aus. Spannend!

3) Ein ganz wichtiger Punkt: Ihr seid nicht in der Schule! Auch wenn euch vom Stundenplan bis zum Inhalt alles in Skripten und Downloads vorgekaut wird, damit ihr den Multipli-Choice-Test (WAAHH!!) auch ja besteht, könnt ihr euch verhalten wie normale Studenten. Das heisst: Nicht zu Vorlesungen gehen, wenn ihr kein Interesse daran habt, sich einfach mal 1,5 Stunden in den Hofgarten hauen oder in der Nacht vorher über die Strenge schlagen. Ein weiterer Vorteil: Studenten, die noch richtig geprüft werden und nicht mit Skripten bombardiert werden, und daher gerne winzige Wortfetzen des Dozenten mitbekommen würden, haben auch eine Chance.

4) Das Argument "Ich studiere das, weil es so schön fremd ist", "mal was anderes ist", "spannend klingt", "alle Möglichkeiten bietet" hilft euch bei der Jobsuche nicht weiter. Da ihr jedes Thema nur ein winziges bisschen tangiert, kennt ihr euch nach 6 Semestern weder in Wirtschaft, noch in Kultur, Geographie, Sprache, Rechtssystem, Religion, noch in der Sprache der über 50 Ländern Asien so richtig gut aus. Der Studiengang ist so angelegt, dass ihr euch erst nach 3 Semestern spezialisieren könnt. Ihr seid die ersten, die diesen Studiengang "testen", niemand hat ihn bisher abgeschlossen. Also müsst ihr euch ein bisschen engagieren. Freiwillig. Neben dem Studium. Zumindest mal Gedanken machen, was später aus der ganzen Sache werden soll!

Wenn ich schon in meinem Studium komplett begrenzt werde, unter Zeitdruck stehe, meine Prüfung bei anderen Professoren machen muss, nicht mehr die Themen behandeln kann, auf die ich mich zu Beginn spezialisiert hatte - dann verschont mich bitte mit eurer Arroganz und eurem überkandideltem Getue, sondern geht mal in euch und überlegt, wo euer Studiengang herkommt - und wo er hinführen soll!

Hochachtungsvoll,

eine Anhängerin des alten Magister-Systems.

Dienstag, April 18, 2006

Er ist da!


Der Frühling!








Alle Bilder sind heute rund um die Pädagogische Fakultät entstanden - übrigens mit meinem neuen Allround-Allerkönner-Super-Handy!

Asche auf mein Haupt ...


Das Bild sollte nun wirklich nicht in meinen Kommentaren versauern!! Nevio mit dem Nevio-Schlafanzug! Ich hätts ja nicht gedacht, aber ihr hattet Recht. Sieht richtig gut und kuschelig aus, der Nevio.

Gut gemacht, Mädels ;o)

Montag, April 17, 2006

Meine Empfehlung:


Die diesjährige Dany-Sahne Sommer-Sorte Pistazie.


Muss auf jeden Fall gut gekühlt sein, weil sonst zu süss. Aber wenn der Puddings gekühlt ist, schmeckt er phantastisch - fast noch besser als Kokos im letzten Jahr (dabei bin ich absoluter Kokos-Fanatiker)


*haps*


und weg! Leeeeecker, fluffig, süss, man fühlt quasi, wie man 3 Pfund zunimmt ...

Leider ist es gar nicht so leicht, einen 4er-Pack zu ergattern, im Plus am Johanneskreuz ist er immer ratzfatz ausverkauft.

Samstag, April 15, 2006

Ende des Gedächtnistrainings

Ich bin jetzt auch unter

www.BuzZzi.de

zu erreichen!

Freitag, April 14, 2006

Eröffnung der Saison!


Heute haben wir die Grillsaison eröffnet ..


Jörg - reichlich hungrig nach den Entbehrungen eines langen Winters ...


Der Kartoffel-Grill


Der Fleisch-Grill


Meine Jungs.


Dummerweise zog der Grillrauch total in den Keller.


Satt und glücklich


Die leergefressene Tafel!

Es war leeeeeeeeeecker! Ich hoffe auf eine baldige Wiederholung, jetzt ist sowieso alles zu spät, unser Platz ist nach diesen fleischlichen (und den gestriegen alkoholischen) Genüssen an Karfreitag in der Hölle reserviert. Also: Man sieht sich, Jungs!

Alternative Namen

Gestern abend hatten Hans Werner * und ich in der Röla-Bar eine zündende Idee: Eigentlich müsste man sich für die verschiedenen Lebensbereiche verschiedene Namen zulegen. Durch diese Pseudonyme könnte man sich ein gewisses Image aufbauen, oder wenn einen irgendein Depp auf der Strasse anspricht, einordnen, ob man ihn aus der langweiligen Religionswissenschaftvorlesung kennt - und vergessen hat - oder ob man ihn im Blowup kennengelernt hat - und natürlich vergessen hat.

Namensvorschläge für mich waren Magdalena und Veronique. Naja. Vielleicht überleg ich mir die Sache nochmal, eigentlich gefällt mir mein Name ganz gut. Oder hat jemand eine schönere Alternative?


*Name von der Redaktion geändert

Samstag, April 08, 2006

Gute Idee!!

Nach einer fühterlichen Woche, deren Fürchterlichkeit grundlegend durch drei Komponenten bestimmt war (In der Woche vorm letzten Schultag jeden Tag als Urlaubsvertretung von morgens bis abends in einem Spezialgeschäft für T-Shirtdruck arbeiten, In der ersten Uniwoche ständig zur Uni rennen um niemanden anzutreffen oder sich anhören zu müssen, auf welchen Termin die Kurse verschoben wurden, und vom Frühling, wo zwei rammelnde Fellbüschel durch laut grunzende Jagereien die Nacht zum Tag machen)

in dieser Woche bekomme ich endlich eine E-mail, die einen Großteil meiner Probleme lösen könnte:

Absender: Chefkoch.de
Betreff: Rezept des Tages

Inhalt:

Kaninchen in würziger Sauce

Zutaten für 4 Portionen:
1 Kaninchen, küchenfertiges, in Portionsstücke zerteilt
Salz und Pfeffer, frisch gemahlener
3 EL Mehl
4 EL Olivenöl
1 große Zwiebel(n)
1 Knolle/n Knoblauch
2 große Tomate(n)
2 Lorbeerblätter
1 TL Pfeffer, ganz, schwarzer
1 TL Wacholderbeeren
2 Gewürznelken
2 Prisen Safranpulver
1 Stange/n Zimt
½ Liter Wein, weiß, trocken
50 ml Essig (Rotweinessig, muss nicht sein)
1 Orange(n), unbehandelte


Majmmi, jetzt koch ich mir erstmal was herzhaftes.