Freitag, Juli 28, 2006

Ausflugstipp: Bonn City!

In der Bonner City sind die Freaks los. Die "AnimagiC" - die grösste Manga-Convention Deutschlands - weilt dieses Wochenende in der Bonner Beethovenhalle. Zu diesem Anlass laufen hunderte unvorteilhafte Frauen in noch unvorteilhafteren Kostümen durch die Bonner Innenstadt und finden sich selbst toll.

Von der 200kg-Elfe in hautengem Ganzkörperlatexanzug-mit-Schlitzen-überall bis zum 45-jährigen Hüpfer im Schulmädchen-Look ist alles vertreten. Ich hab ja nichts gegen Anime - hab als Kind selbst sehr gern Heidi, Biene Maja und Kimba- der weisse Löwe geschaut. Aber so lächerlich darf man sich im Rheinland nur zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch machen! Wer also schon immer mal über schwarze Racheengel mit Echt-Feder-Flügeln und Sailor Moon-Verschnitte lachen wollte: Bis Sonntag habt ihr noch die Chance.

Übrigens demnächst an dieser Stelle: Die kritische Betrachtung der Gesellschaft Japans unter besonderer Beachtung ihrer literarischen Ergüsse!

Mittwoch, Juli 26, 2006

Bären müssen zusammenhalten!


Ist sicher nett gemeint von WWF und Haribo, eine Spendenaktion in Brunos Namen.

Aber der Bär ist tot und ausgestopft - ihm kanns also nicht mehr helfen. Und ob die Bruno-Hysterie das Sommerloch überlebt ist in meinen Augen fraglich.

Sonntag, Juli 23, 2006

Buchtipp & Gedanken

"Liebes Schaf,

wie verliebt man sich? Verirrt man sich? Verliert man das Gleichgewicht und stolpert und fällt hin, schürft sich da Knie auf und das Herz? Knallt man auf einen steinigen Boden? Gibt es einen Abgrund, in dem man versinkt, über die Kante und weg, auf Nimmerwiedersehen?

Ich weiß, dass ich verliebt bin, wenn ich Dich sehe, ich weiß es, wenn ich mich danach sehne, Dich zu sehen. Nicht ein Muskel hat sich bewegt, Laub hängt von keiner Brise gezaust. Die Luft ist still. Ich habe mich verliebt, ohne einen einzigen Schritt zu tun. Wann ist es passiert? Ich habe nicht einmal mit der Wimper gezuckt.

Ich brenne. Klingt Dir das zu abgedroschen? Das ist es gar nicht, weißt Du. Du wirst schon sehen. Es ist das was passiert. Es ist das was zählt. Ich brenne.

Ich esse nicht mehr. Ich vergesse zu essen. Nahrungsmittel wirken albern auf mich, belanglos. Wenn ich sie überhaupt bemerke. Aber ich bemerke nichts. Meine Gedanken drängen und wüten wie ein Haus voller Brüder, blutsverwandt und in Blutfehden verstrickt.

Letzte Nacht habe ich das Buch aus dem Fenster geworfen. Ich habe versucht zu vergessen. Du bist nicht das Richtige für mich, das weiß ich, aber ich gebe nichts mehr auf meine Gedanken, solange es keine Gedanken an Dich sind. Wenn ich in Deiner Nähe bin, in Deiner Gegenwart, spüre ich, wie Dein Haar meine Wange berührt, auch wenn sie es gar nicht berührt. Manchmal wende ich die Augen von Dir ab. Dann schau ich wieder hin.

Wenn ich mir die Schuhe zubinde, Wenn ich eine Apfelsine schäle, wenn ich in meinem Auto fahre, wenn ich mich jede Nacht ohne Dich schlafen lege, verbleibe ich,

für immer,

Bock"


Vor ein paar Jahren habe ich auf einem Wühltisch dieses Buch erstanden: Der Liebesbrief von Cathleen Shine. Ein unadressierter Liebesbrief wirft das Leben einer ganzen Kleinstadt durcheinander. Gefühl werden aufgewühlt, erblühen, wiederbelebt, entdeckt, gefestigt. Warum vermag ein einfacher Brief so etwas zu schaffen? Und woher kommt er?

Und gleichzeitig die Parallelen zum eigenen Leben. Warum sind Frauen so versessen nach Liebesbriefen, wo man doch spätestens mit 14 lernt, dass auch das schnulzigste Gesäusel kein Versprechen für die Ewigkeit ist, und dass ein schriftlicher Liebesschwur niemand zu Dableiben zwingen kann? Warum sind die Liebesbriefe die man bekommt nie so schön wie die in Büchern und Filmen? Und sagen Taten nicht eigentlich viel mehr als Worte? Ist es wirklich wichtig, ob ein Mann Liebesbriefe schreibt oder nicht, oder zählen im hollywoodfernen Leben doch ganz andere Dinge?

Mich persönlich haben die Männer, die vornerum schöne Reden geschwungen haben meist doch nur hintenrum enttäuscht. Männer die zu genau wissen, was eine Frau hören möchte, sind per se verdächtig. Deswegen wundert es auch nicht, dass den Brief im Buch schlussendlich doch eine Frau geschrieben hat ...

Auf jeden Fall das richtige Buch für laue Sommernächte, für Frauen, für Menschen, die "P.S., ich liebe Dich" genauso albern und schrecklich finden wie ich, für Leser, die mal wieder schmunzeln und weinen und nachgrübeln möchten - und das alles auf unter 300 Seiten. Sicherlich nicht das beste Buch der Literarturgeschicht, aber auf seine Art bezaubernd und fesselnd. Auszuleihen ist das gute Stück bei mir ;o)

Freitag, Juli 14, 2006

Geburtstagswetter

Als Kind - und auch noch heute - höre ich immer wieder: "Du hast es sooo gut, ich hätt auch gern einmal im Sommer Geburtstag!"

Aber abgesehen von den Qualen, die meine Mutter im brütendheissen Krankenhaus vor 25 Jahren durchlitten hat (übrigens auch nochmal vor 19 und 17 Jahren - meine Eltern sind jahreszeitenmäßig nicht sehr flexibel ;o)) - hatte ich eigentlich öfter Pech als Glück mit dem Wetter.

Fangen wir mal bei den wetterunabhängigen Rahmenbedingungen an: Kindergeburtstage sind in 90% aller Schuljahre in die Sommerferien gefallen, weswegen immer nur die Hälfte der Kinder konnte, oder man musste das Ganze wochenlang nach hinten verschieben.

Im Studium dachte ich, das wäre nun vorbei - aber nein: Es ist noch schlimmer. Am 15.7. endet jedes Jahr das Semester, Klausurenphase und beginnende Ferienzeit inklusive. Heisst: Die eine Hälfte der Leute ist noch im Prüfungsstress, die andere schon in Australien, Palma oder Goch.

Und mit dem Wetter ist das so eine Sache. Wer im November Geburtstag hat plant einen Nachmittag auf der Kegelbahn, im Hallenbad oder Kino. Wer im Sommer Geburtstag hat plant für seinen Kindergeburtstag Schnitzeljagden, Fahrradtouren oder Gartenparties. Auf der Kegelbahn ist es vollkommen wurscht, welches Wetter draussen ist - aber ich hatte an meinem Geburtstag irgendwie immer nur Pech. Wir sind schon im Regen zur Waldlichtung geradelt um im Regen zu Picknicken, haben im Regen Schnitzelspuren verfolgt und mein Vater hat schon im Regen gegrillt und wie haben das Grillgut im Wohnzimmer verspeist.

Doch letztes Jahr endlich ein Lichtstreif am Horizont: schönes Wetter an meinem Geburtstag. Und dieses Jahr - schon wieder!! Für Samstag wird eine Regenwahrscheinlichkeit von 2 % angegeben - was, wie Julia mir erzählt hat, gleich Null ist (und da Julia gerade Statistik bestanden hat, weiss sie, wovon sie spricht ;o)). Der Himmel wird wolkenlos und die Sonne scheint mit 27 °C vom Himmel. Lagerfeuer - wir kommen!

Donnerstag, Juli 13, 2006

And the winner is ... Kaninchen!

Meine Kaninchen hat der sportliche Ehrgeiz gepackt. Nur zum Vergleich: Die WM-Trophäe ...

Und das täuschend echte Replikat, das Lotta und Mia letzte Nacht aus einem Wirsing geschnitzt und vor meiner Badezimmertür platziert haben...


Leider haben die Sieger keine Zeit, ihren Triumpf zu feiern - sie sind schon eifrig dabei, sich Olympia-Medaillen zu schnitzen ...


(Medaille für den intelligentesten Gesichtsausdruck...)

Samstag, Juli 08, 2006

Die Lösung des Turbanproblems!

Meine Schwester Mary hat ein Turbanproblem. Wir nenen sie liebevoll "Aishe", wenn sie nach dem Duschen stundenlang verhüllt durchs Haus flitzt.


Wer jemals einer Frau beim Aufpeppen ihrer Frisur zugesehen hat, weiss, dass dieser Vorgang ein schwieriges, langwieriges Unterfangen sein kann. Mary benutzt zu diesem Zweck ein Handtuch. Um ihren topmodischen Aishe-Look, der eine ganze Weile auf dem Kopf bleibt, zu kaschieren habe ich ihr das perfekte Geschenk geschenkt: Eine Frosch-Badehaube!


Mit Grinsemund :o)


Jetzt nennen wir sie nicht mehr Aishe, sondern Kermit - klingt doch gleich viel netter - und wer weiss, wie sich die Haare unter der Haube entwickeln - vielleicht ist das der Schlüssel zu der perfekten Frisur ;o)


Auch süss: Die Franzosen-Variante!

Donnerstag, Juli 06, 2006

Rätselspass


Da ich momentan (mal wieder) Lautschrift lernen muss (nur damit sie am Ende sowieso nicht abgefragt wird) möchte ich euch an meinen Qualen teilhaben lassen!

Also: Von welchem Buch ist dieser Klappentext? Den Gewinn überlege ich mir noch... (Irgendwelche Vorschläge?)

PS: Größer gibts das Ganze hier!

Und noch was: Ich will hier keine Korrekturen hören, ich habe mir die größte Mühe gegeben!!

Mittwoch, Juli 05, 2006

Kleine WM-Impression

Ich hab ja die WM größtenteils arbeitend oder lernend verbracht, aber auf dem Weg nach Hause hab ich doch ein paar Bilder geschossen ...

So siehts aus, wenn man direkt von der Arbeit kommt und an Bertha-von-Suttner-Platz feststeckt...


Der Nachwuchs wird schonmal auf 2010 vorbereitet ...


Selbst die katholische Kirche macht mit - allerdings etwas unparteiisch ... wie langweilig!!


Hm, naja, aber die Idee war nett.


Gestern Abend, "Groß"leinwand in Troisdorf


Optimisten kurz vor der Enttäuschung.