Man sollte doch meinen, dass Produktdesigner, Menschen, die neue Lebensmittel und Marken kreiieren und spätestens die verantwortlichen Werbefuzzis wissen, wie die deutsche Sprache funktioniert. Scheint aber doch nicht so zu sein, wie man auf zahlreichen Seiten von genervten Deppen-Apostroph-Hassern nachlesen kann: Der Pudding "Paula's" von Dr. Oetker scheint bis zur Veröffentlichung nicht unter die wachsamen Augen eines deutschen Muttersprachlers geraten zu sein. Bei einer E-Mail an Dr. Oetker bekommt man angeblich eine Standard-Mail zurück, von wegen Eigenname, Sachsengenitiv, bla.
Und was sehe ich heute im Fernsehen?! Den nervtötenden Spot mir "rappenden" Kids - und einen Pudding ohne Apostroph - und ohne "s"! Komplett weg! "Paula" heisst er jetzt.
Die Erkenntnis kommt spät, aber Hauptsache sie kommt. So, und jetzt lach ich mich den Rest der Nacht über die ganzen hochdekorierten und überbezahlten Menschen tot, die so jämmerlich einknicken mussten ....
Freitag, Februar 23, 2007
Montag, Februar 19, 2007
Völliges Unverständnis
Ganz Deutschland hegt ein vollkommenes Unverständnis gegen den rheinischen Frohsinn der Karnevalszeit.
Dabei handelt es sich in diesem Falle um ein absolutes Missverständnis: Es geht nicht nur darum, sich vor 12 Uhr mittags schon 4 Kölsch reinzupfeifen, sondern viel mehr darum, seine kindliche Seite nach außen zu kehren und so richtig aufzudrehen. Der Alkohol kommt erst ins Spiel, wenn man längst verkleidet, frisiert, geschminkt ist und auf der Starsse steht - bis zum ersten Bier sind die ersten Lieder längst gesungen, und man hat sich trotz Klimawandels schon fünfmal warmtanzen müssen.
Das fängt nämlich schon damit an, dass sich die Leute in unseren Gefilden richtig verkleiden. Erwachsene Männer kleistern sich das Gesicht mit Farbe zu, Frauen quetschen sich ins lächerliche Häschen-Kostüm, Kinder werden zu Superhelden aufgemotzt. Überall anders kommen sich die Menschen schon doof vor, wenn sie zum sogenannten "Fasching" ne Pappnase aufsetzen - im Rheinland macht man sich eher ohne Kostüm lächerlich. Ich bin immer noch erstaunt, wie viel Kohle die Menschen hier für Kostüme ausgeben.
Dann geht es darum, auf offener Strasse laut bescheuerte Lieder zu singen, mit wildfremden Menschen zu tanzen, sich footballspielermäßig auf ekelhafte Billigbonbons zu stürzen. Dabei müssen schon alle mitmachen - wenn man als einziger losgröhlt wenn dat Trömmelsche jeht machts doch keinen Spaß.
Also, die Frage an alle Nordlichter und andere Karnevalsmuffel ist doch, ob ihnen das nicht generell einfach viel zu peinlich ist. Zum Glück können die Rheinländer ganz gut über sich selbst lachen, deswegen geben wir uns gerne dieser Lächerlichkeit preis - und haben dafür wochenlang einen Riesenspaß.
In dem Sinne: Allen Rheinländern ein fröhliches Alaaf und Helau und viel Spaß beim Feiern!
Dabei handelt es sich in diesem Falle um ein absolutes Missverständnis: Es geht nicht nur darum, sich vor 12 Uhr mittags schon 4 Kölsch reinzupfeifen, sondern viel mehr darum, seine kindliche Seite nach außen zu kehren und so richtig aufzudrehen. Der Alkohol kommt erst ins Spiel, wenn man längst verkleidet, frisiert, geschminkt ist und auf der Starsse steht - bis zum ersten Bier sind die ersten Lieder längst gesungen, und man hat sich trotz Klimawandels schon fünfmal warmtanzen müssen.
Das fängt nämlich schon damit an, dass sich die Leute in unseren Gefilden richtig verkleiden. Erwachsene Männer kleistern sich das Gesicht mit Farbe zu, Frauen quetschen sich ins lächerliche Häschen-Kostüm, Kinder werden zu Superhelden aufgemotzt. Überall anders kommen sich die Menschen schon doof vor, wenn sie zum sogenannten "Fasching" ne Pappnase aufsetzen - im Rheinland macht man sich eher ohne Kostüm lächerlich. Ich bin immer noch erstaunt, wie viel Kohle die Menschen hier für Kostüme ausgeben.
Dann geht es darum, auf offener Strasse laut bescheuerte Lieder zu singen, mit wildfremden Menschen zu tanzen, sich footballspielermäßig auf ekelhafte Billigbonbons zu stürzen. Dabei müssen schon alle mitmachen - wenn man als einziger losgröhlt wenn dat Trömmelsche jeht machts doch keinen Spaß.
Also, die Frage an alle Nordlichter und andere Karnevalsmuffel ist doch, ob ihnen das nicht generell einfach viel zu peinlich ist. Zum Glück können die Rheinländer ganz gut über sich selbst lachen, deswegen geben wir uns gerne dieser Lächerlichkeit preis - und haben dafür wochenlang einen Riesenspaß.
In dem Sinne: Allen Rheinländern ein fröhliches Alaaf und Helau und viel Spaß beim Feiern!
Samstag, Februar 17, 2007
Der wichigste Finger
Wisst ihr eigentlich, wie wichtig der Daumen ist? Ich habe mir gestern irgendwas unter meinen linken Daumennagel gerammt und bis jetzt fast lebensunfähig - bekomme keine Tüten mehr auf, oder die Haare frisiert, habe Probleme beim Tippen, Telefonieren, kann keine neuen Mülleimerbeutel in den Mülleimer stülpen, Gurkengläser aufdrehen - und das obwohl ich Rechthänder bin.
Vermutlich muss ich sterben.
Vermutlich muss ich sterben.
Immer in der ersten Reihe!
Wir haben uns schon ein bisschen geärgert, als der wortkarge Mitarbeiter des UCI-Kinos in Hürth uns wortlos Karten für Plätze in Reihe 3 gegeben hat.
Dieser Kinobesuch stand sowieso schon unter keinem guten Stern: Im Dezember haben wir das erste Mal versucht, unsere "Gastkarten" in Kinoplätze vor der Bond-Leinwand zu tauschen - allerdings mussten wir da erfahren, dass man bestimmte Filme mit Freikarten nicht sehen kann. In Ermangelung eines Alternativfilms sind wir mit dem geliehenen Wagen zurückgefahren. Frust.
Jetzt also der zweite Versuch - aus Insiderquellen wussten wir, dass der Film jetzt auch mit Gastkarten zu sehen ist. Also wieder den Wagen von Ralfs Eltern geliehen und los nach Hürth. Und dann das: Reihe 3. Doch damit nicht genug - zu allem Überfluss war das restliche Kino fast leer, wir saßen meilenweit vor allen anderen Besuchern, in halsverrenkerischer Pose seitlich vorn - angenervt und deprimiert.
Gut, dass Ralf nochmal nachgeschaut hat, ob wir wirklich in der richtigen Reihe sitzen - wer ahnt denn, dass die im UCI die Reihen von oben nach unten zählen, und Reihe eins die letzte Reihe ist?? So konnten wir den blonden Bond in voller Pracht doch noch von einem super Platz schauen ;o)
Dieser Kinobesuch stand sowieso schon unter keinem guten Stern: Im Dezember haben wir das erste Mal versucht, unsere "Gastkarten" in Kinoplätze vor der Bond-Leinwand zu tauschen - allerdings mussten wir da erfahren, dass man bestimmte Filme mit Freikarten nicht sehen kann. In Ermangelung eines Alternativfilms sind wir mit dem geliehenen Wagen zurückgefahren. Frust.
Jetzt also der zweite Versuch - aus Insiderquellen wussten wir, dass der Film jetzt auch mit Gastkarten zu sehen ist. Also wieder den Wagen von Ralfs Eltern geliehen und los nach Hürth. Und dann das: Reihe 3. Doch damit nicht genug - zu allem Überfluss war das restliche Kino fast leer, wir saßen meilenweit vor allen anderen Besuchern, in halsverrenkerischer Pose seitlich vorn - angenervt und deprimiert.
Gut, dass Ralf nochmal nachgeschaut hat, ob wir wirklich in der richtigen Reihe sitzen - wer ahnt denn, dass die im UCI die Reihen von oben nach unten zählen, und Reihe eins die letzte Reihe ist?? So konnten wir den blonden Bond in voller Pracht doch noch von einem super Platz schauen ;o)
Sonntag, Februar 04, 2007
Falscher Tonfall
Ja, ich habe einen MP3-Player. Ja, ich höre auch manchmal laut Musik damit.
Aber wenn jemand mit mir spricht nehme ich entweder die Stöpsel aus den Ohren oder schalte das Gerät ab. Es besteht also kein Grund für einen Obdachlosen, der mich am Bahnhof um einen Cheeseburger anschnorrt, an meiner Hörfähigkeit zu zweifeln, nur weil da Stöpsel in meinen Ohren sind.
Das Gespräch lief nämlich ungefähr so ab:
Er [nuschelt]: "'Tschuldigung, ... Hunger ... warme Mahlzeit ... Euro ... Cheeseburger!"
Ich: "Sorry, ich überlege gerade, meinen letzten Euro in einen Kaffee zu investieren."
Er [schreit]: "KANNST DU MICH ÜBERHAUPT VERSTEHEN? WEGEN DER MUSIK??" [20 andere Obdachlose glotzen uns an, als hätt ich dem Mann etwas getan]
Ich [verdutzter Blick]: "Ja, sicher, sonst hätte ich dir ja nicht antworten können, oder??"
Er [murmelt]: "Achso. Naja. Ok."
Aber wenn jemand mit mir spricht nehme ich entweder die Stöpsel aus den Ohren oder schalte das Gerät ab. Es besteht also kein Grund für einen Obdachlosen, der mich am Bahnhof um einen Cheeseburger anschnorrt, an meiner Hörfähigkeit zu zweifeln, nur weil da Stöpsel in meinen Ohren sind.
Das Gespräch lief nämlich ungefähr so ab:
Er [nuschelt]: "'Tschuldigung, ... Hunger ... warme Mahlzeit ... Euro ... Cheeseburger!"
Ich: "Sorry, ich überlege gerade, meinen letzten Euro in einen Kaffee zu investieren."
Er [schreit]: "KANNST DU MICH ÜBERHAUPT VERSTEHEN? WEGEN DER MUSIK??" [20 andere Obdachlose glotzen uns an, als hätt ich dem Mann etwas getan]
Ich [verdutzter Blick]: "Ja, sicher, sonst hätte ich dir ja nicht antworten können, oder??"
Er [murmelt]: "Achso. Naja. Ok."
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