Filme mit Seriendarstellern sind fürchterlich, wel man sich als Zuschauer nicht von der Serienrolle trennen kann. Insofern ist "Von Frau zu Frau" eine Katastrophe: Nicht nur, dass Lorelai Gilmore / Lauren Graham mitspielt - sie ist Therapeutin, das geht gar nicht! - plötzlich taucht auch noch Reverend Camden ("Eine himmlische Familie") auf und ist ein sexgeiler Lüstling (?!!). Sehr verwirrend.
Kurz zum Inhalt: Eine Mutter und ihre drei Töchter, zwei davon verheiratet, eine verzweifelt auf der Suche. Die Mutter gibt eine Kontaktanzeige für die Tochter auf, es finden sich zwei Typen - von denen jeder sofort weiss, wer der richtige ist. Schliesslich ist er Gitarrist, sieht supergut aus, hat einen Hut und einen Sohn *schmacht* ... also, ich war hingerissen.
Ansonsten war der Film amerikanisch, überzogen und sexfixiert. Und toll! Wann hat man schonmal die Chance, mit Mutter und zwei Schwestern in einen Film über Mutter und drei Töchter zu gehen?? Erschreckenderweise habe ich mich diverse Male im Film wiedergefunden ... dei Tratscherei über Männer, die Telefongespräche, die "guten" Tipps (--> Pünktchen!) und die Shoppingtrips - genau wie wir!! Wer wissen will, wie die Dynamik unter verwandt-befreundeten Frauen funktioniert: Der Film ist ein echtes Lehrstück. Aber vermutlich für Menschen, die in anderen Familienverhältnissen leben oder für Männer einfach nur schrecklich.
Danke, Mama, dass du nicht so bist, wie die Mutter im Film! Danke, Evi & Mary, dass ihr ein bißchen seid wie die Schwestern im Film. Und wenn ich jetzt noch weiter rumschleime werde ich depressiv und bekomm die ungarische Grippe und verlier meine Sprachfähigkeit, befürchte ich ;o)
Montag, August 27, 2007
Trennungsschmerz, letzte Phase
Trennungen sind scheiße, das muss ich wohl niemandem hier erzählen. Aber Trennungen gehören eben zur Liebe dazu und wer sein Herz verschenkt, muss damit rechnen, dass er es zerfetzt zurück bekommt - das weiß jeder, der schonmal ein Buch in falsche Hände verliehen hat. Leider merkt man das meist viel zu spät.
Was ich allerdings so zum ersten Mal erlebe und was fast noch mehr schmerzt: Plötzlich sind alle meine "Freunde" weg. Die Menschen, die mit mir jeden Tag in der Mensa waren, deren Liebeskummer ich kommentiert und deren Tränen ich getrocknet habe. Ich war vier Jahre lang der unkomplizierte Kumpeltyp, mit dem man seinen Kummer ertränken und stundenlang Gespräche führen konnte. Ich bin auch ihnen zuliebe in die Nähe gezogen, habe Pokern gelernt und mich bereit erklärt für etliche Partys kiloweise Chili con Carne zu kochen. Wir haben zusammen Edward Reekers und die Sporties gehört, über Männer und Frauen in Deutschland / Amerika / Rom gesprochen und geschimpft, am Rhein gesessen und ins Feuer gestarrt. Ich habe zum Freundschaftspreis Shirts bedruckt, bin hinter die Theke oder hinter den Grill gesprungen, wenn ihr eure Partys nicht im Griff hattet und habe mich Karneval überreden lassen, mit in die Stadt zu kommen, damit ihr Jungs nicht so allein seid (aber Karneval '07 ist sowieso ne Story für sich).
Ich habe gewusst, dass ihr mir nichts sagen würdet, wenn ich betrogen werde. Körperlich oder nur im Kopf - ich hätte es gern gewusst. Ich hätte erwartet, dass mal jemand etwas sagt.
Aber ich hätte auch erwartet, dass sich nachher mal jemand bei mir meldet, mir anbietet, ausnahmsweise mich zu trösten und mir zuzuhören. Nach vier Jahren hätte ich das verdient gehabt.
Naja, so weiss ich jetzt wenigstens, wer wirklich Freund ist, und wer einfach nur Vollidiot. Und langsam habe ich auch eine neue Beschäftigung für den Abend gefunden, wo mich doch meine Pokerrunde, meine Lieblingsbar und meine Grillgemeinschaft nicht mehr sehen will. Jeder, der es in den letzten drei Monaten nicht geschafft hat, sich mal eine Stunde Zeit zu nehmen für meinen Kummer, braucht sich jetzt auch nicht mehr zu melden und mir zu versprechen, dass wir uns irgendwann am Alten Zoll treffen. Investiert eure Zeit lieber in die neuen Menschen im Leben - so mach ich das nämlich auch.
Was ich allerdings so zum ersten Mal erlebe und was fast noch mehr schmerzt: Plötzlich sind alle meine "Freunde" weg. Die Menschen, die mit mir jeden Tag in der Mensa waren, deren Liebeskummer ich kommentiert und deren Tränen ich getrocknet habe. Ich war vier Jahre lang der unkomplizierte Kumpeltyp, mit dem man seinen Kummer ertränken und stundenlang Gespräche führen konnte. Ich bin auch ihnen zuliebe in die Nähe gezogen, habe Pokern gelernt und mich bereit erklärt für etliche Partys kiloweise Chili con Carne zu kochen. Wir haben zusammen Edward Reekers und die Sporties gehört, über Männer und Frauen in Deutschland / Amerika / Rom gesprochen und geschimpft, am Rhein gesessen und ins Feuer gestarrt. Ich habe zum Freundschaftspreis Shirts bedruckt, bin hinter die Theke oder hinter den Grill gesprungen, wenn ihr eure Partys nicht im Griff hattet und habe mich Karneval überreden lassen, mit in die Stadt zu kommen, damit ihr Jungs nicht so allein seid (aber Karneval '07 ist sowieso ne Story für sich).
Ich habe gewusst, dass ihr mir nichts sagen würdet, wenn ich betrogen werde. Körperlich oder nur im Kopf - ich hätte es gern gewusst. Ich hätte erwartet, dass mal jemand etwas sagt.
Aber ich hätte auch erwartet, dass sich nachher mal jemand bei mir meldet, mir anbietet, ausnahmsweise mich zu trösten und mir zuzuhören. Nach vier Jahren hätte ich das verdient gehabt.
Naja, so weiss ich jetzt wenigstens, wer wirklich Freund ist, und wer einfach nur Vollidiot. Und langsam habe ich auch eine neue Beschäftigung für den Abend gefunden, wo mich doch meine Pokerrunde, meine Lieblingsbar und meine Grillgemeinschaft nicht mehr sehen will. Jeder, der es in den letzten drei Monaten nicht geschafft hat, sich mal eine Stunde Zeit zu nehmen für meinen Kummer, braucht sich jetzt auch nicht mehr zu melden und mir zu versprechen, dass wir uns irgendwann am Alten Zoll treffen. Investiert eure Zeit lieber in die neuen Menschen im Leben - so mach ich das nämlich auch.
Samstag, August 18, 2007
Gemischtes Publikum
Ich finde, es gibt nichts spannenderes, als Samstag abend um viertel vor zehn im Bonner Altstadt-Rewe einkaufen zu gehen. Da laufen so schräge Typen rum. Junge Mütter mit überdimensionalen Augenringen, die zwei Gläser Hipp kaufen, kaputte Typen mit einem Sixpack unterm Arm, Business-Typen, die frisch aus dem Büro kommen und sich ne Tiefkühlpizza schnappen, und die gelangweilte Studentin, die eine Packung Himbeeren für Himbeereis kauft (ich!).
Ich bin wirklich begeistert von den neuen Öffnungszeiten. Danke, Rewe!
Ich bin wirklich begeistert von den neuen Öffnungszeiten. Danke, Rewe!
Sonntag, August 12, 2007
Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.

Ja, ich stehe auf Bücher.
Ich mag es nicht, Bücher zu leihen, ich will gute Bücher haben, um sie nochmal zu lesen, oder darin zu blättern, oder um sie einfach vom Sofa aus anzuhimmeln.
Diese Woche hat mein Vater zwei Nachmittage in meiner Wand rumgebohrt, um ein 4 Meter langes Luxus-Bücherbrett anzubringen (oben im Bild). Heute habe ich das Brett mit Büchern bestückt - es sieht großartig aus. Aber es ist schon voll!!! Nicht dass Missverständnisse aufkommen: Das sind nur meine Freizeit-Bücher. Uni-Bücher (inklusive einiger Raclam-Hefte) habe ich in einem anderen Raum. Und natürlich sieht man nicht das ganze Brett auf dem (zugegebenermaßen miesen) Foto.
Was soll ich tun? Ich brauche eine größere Wohnung, oder einen Dachboden. Gibt es Studentenbuden mit Bibliothek?
Samstag, August 11, 2007
My So-Called Life
Für alle Mädels, die ebenfalls in ihrer Pubertät feststecken und immer noch nach ihrem persönlichen Jordan Catalano suchen ... Die DVD-Box zu "Willkommen im Leben" kommt im September. Ich hab sie schon vorbestellt - und wenn sie da ist, schliesse ich mich zuhause ein und sehe alle Folgen hintereinander, bis mein Hirn nur noch Brei ist und mein Herz zum instabilen Wackelpudding mutiert.
Donnerstag, August 09, 2007
Too young to die!
Am Sonntag hab ich es beschlossen: Ich muss langsam beginnen, mich meinem Alter entsprechend zu verhalten. Ich bin eine erwachsene Frau - wo sind Vernunft und Umsicht?? Also habe ich nach einem definitiv viel zu wilden Wochenende beschlossen, mich von einigen Albernheiten zu trennen.
Dazu gehören Dinge wie meine altmodische Lavalampe, Erinnerungen, an denen man hängt obwohl sie für den Rest der Welt bedeutungslos geworden sind, außerdem kindisches Verhalten in jedweder Situation (Vorlesung, Familienfest, usw.), alles von "Hello Kitty", naiv und blind auf die falschen Männer reinzufallen, zwei Zöpfe tragen obwohl / weil man wie Pipi Langstrumpf aussieht, Alkoholexsesse um Einsamkeiten zu ertränken, stundenlang Spongebob und Konsorten gucken und sich dabei allein im Wohnzimmer totzulachen, hunderte von Büchern kaufen, anstatt sie zu leihen, nur weil man gerne Bücher besitzt ... und so weiter.
Das alles will ich seit Sonntag nicht mehr- ich bin jetzt erwachsen, seriös und vernünftig.
Und dann hab ich mir Mittwoch diese Schuhe gekauft ... Sie sind weiss mit pinken Pinguinen!!
Dazu gehören Dinge wie meine altmodische Lavalampe, Erinnerungen, an denen man hängt obwohl sie für den Rest der Welt bedeutungslos geworden sind, außerdem kindisches Verhalten in jedweder Situation (Vorlesung, Familienfest, usw.), alles von "Hello Kitty", naiv und blind auf die falschen Männer reinzufallen, zwei Zöpfe tragen obwohl / weil man wie Pipi Langstrumpf aussieht, Alkoholexsesse um Einsamkeiten zu ertränken, stundenlang Spongebob und Konsorten gucken und sich dabei allein im Wohnzimmer totzulachen, hunderte von Büchern kaufen, anstatt sie zu leihen, nur weil man gerne Bücher besitzt ... und so weiter.
Das alles will ich seit Sonntag nicht mehr- ich bin jetzt erwachsen, seriös und vernünftig.
Und dann hab ich mir Mittwoch diese Schuhe gekauft ... Sie sind weiss mit pinken Pinguinen!!
Freitag, August 03, 2007
News vom Fuß
Füße sind nichts, worüber die Menschen gerne reden. Hornhaut, Käsefüße, Hühnerauge oder blutige Blasen geben auch wenig Anlass dazu.
Heute muss ich aber dringend über das Leid mit meinen Füßen klagen: Sie sind einach zu groß. Als Frau mit Schuhgröße 43 /44 ist man mehr als benachteiligt - nicht nur in Fußfetischistenkreisen. Es bleiben einem eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1) Männerschuhe (in diesem Falle und wenn man nicht völlig bescheuert aussehen möchte sind das Sneakers)
2) überteuertes Schuhwerk aus dem Fachgeschäft.
Da ich aber weder besonders sportlich, noch Millionärin bin, kaufe ich meine Schuhe neuerdings online. Und zwar bei Deichmann. Man kann gegen Deichmann sagen was man will, aber das ist der einzige Laden, in dem man in Größe 43 rote Lackschuhe bekommt. Oder tolle Leopardenpumps. Und das Ganze unter 18 Euro. Man kann sich also jede Menge Schuhe kaufen. Und wenn sie nach drei Monaten kaputt gehen ist es auch wurscht (- länger trägt sowieso kein Mensch rote Lackballerinas ...).
Und da ich jahrelang so unter meiner abnormen Schuhgröße gelitten habe, und mir neuerdings niemand mehr in mein weibliches Kaufverhalten reinredet, schlage ich jetzt so richtig zu. Ein Hoch auf die Konsumgesellschaft!
Wenn jetzt noch Hobbitfrauen in Mode kommen ist meine Welt perfekt ...
Heute muss ich aber dringend über das Leid mit meinen Füßen klagen: Sie sind einach zu groß. Als Frau mit Schuhgröße 43 /44 ist man mehr als benachteiligt - nicht nur in Fußfetischistenkreisen. Es bleiben einem eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1) Männerschuhe (in diesem Falle und wenn man nicht völlig bescheuert aussehen möchte sind das Sneakers)
2) überteuertes Schuhwerk aus dem Fachgeschäft.
Da ich aber weder besonders sportlich, noch Millionärin bin, kaufe ich meine Schuhe neuerdings online. Und zwar bei Deichmann. Man kann gegen Deichmann sagen was man will, aber das ist der einzige Laden, in dem man in Größe 43 rote Lackschuhe bekommt. Oder tolle Leopardenpumps. Und das Ganze unter 18 Euro. Man kann sich also jede Menge Schuhe kaufen. Und wenn sie nach drei Monaten kaputt gehen ist es auch wurscht (- länger trägt sowieso kein Mensch rote Lackballerinas ...).
Und da ich jahrelang so unter meiner abnormen Schuhgröße gelitten habe, und mir neuerdings niemand mehr in mein weibliches Kaufverhalten reinredet, schlage ich jetzt so richtig zu. Ein Hoch auf die Konsumgesellschaft!
Wenn jetzt noch Hobbitfrauen in Mode kommen ist meine Welt perfekt ...
Donnerstag, August 02, 2007
Burn, baby, burn!
Sonnenbrand ist nicht lustig - er schädigt die Haut, und man muss reichlich dumm sein, um sich so falsch einzuschätzen, dass man völlig verbrennt, bis der Oberkörper aussieht wie ein frisch überbrühter Hummer.
Gut, ich war so dumm. Vielleicht liegt es daran, dass ich das letzte Mal im Jahr 2000 richtig im Urlaub war (wenn man wochenlange Arbeit auf einer Plantage so nennen will). Vielleicht liegt es an meinem "Porzellanteint". Oder daran, dass es sich gar nicht so warm angefühlt hat, als wir eine knappe Stunde auf der Terrasse Kaffee getrunken haben.
Aber ich bin nicht so dumm, dass ich nicht merke, dass mein Rücken seit zwei Tagen glüht. Der Nächste, der mir mit einem mitleidig-aufklärenden Blick mitteilt: "Sie haben Sonnenbrand auf dem Rücken!" erwürge ich.
Bestimmt kann ich dann in der nächsten Nacht auch viel besser und befreiter schlafen - wieder ein Idiot weniger auf der Welt, die gute Tat des Tages erfüllt.
Gut, ich war so dumm. Vielleicht liegt es daran, dass ich das letzte Mal im Jahr 2000 richtig im Urlaub war (wenn man wochenlange Arbeit auf einer Plantage so nennen will). Vielleicht liegt es an meinem "Porzellanteint". Oder daran, dass es sich gar nicht so warm angefühlt hat, als wir eine knappe Stunde auf der Terrasse Kaffee getrunken haben.
Aber ich bin nicht so dumm, dass ich nicht merke, dass mein Rücken seit zwei Tagen glüht. Der Nächste, der mir mit einem mitleidig-aufklärenden Blick mitteilt: "Sie haben Sonnenbrand auf dem Rücken!" erwürge ich.
Bestimmt kann ich dann in der nächsten Nacht auch viel besser und befreiter schlafen - wieder ein Idiot weniger auf der Welt, die gute Tat des Tages erfüllt.
Shoppingqueen
Auf dem Lande kann man viel besser shoppen als in der Stadt!
Zum Glück hat sich diese bahnbrechende Erkenntnis noch nicht rumgesprochen. Sonst würden bald alle Modetussis aus den Großstädten die aufkeimenden Kleinstadt-H&Ms, -Hunkemöllers, -Vero Modas oder - Peek & Cloppenburgs stürmen.
Der Grund dafür ist klar: Wenn man sieht, wie die Mädels in ländlichen Kleinstädten rumlaufen, weiß man sofort, warum alle schönen Sachen noch im Laden hängen, und um 70% reduziert auf uns warten. Diese Woche waren Bocholt und Winterswijk an der Reihe.
Holländerinnen kleiden sich nämlich noch bescheuerter als andere Landeier.
Zum Glück hat sich diese bahnbrechende Erkenntnis noch nicht rumgesprochen. Sonst würden bald alle Modetussis aus den Großstädten die aufkeimenden Kleinstadt-H&Ms, -Hunkemöllers, -Vero Modas oder - Peek & Cloppenburgs stürmen.
Der Grund dafür ist klar: Wenn man sieht, wie die Mädels in ländlichen Kleinstädten rumlaufen, weiß man sofort, warum alle schönen Sachen noch im Laden hängen, und um 70% reduziert auf uns warten. Diese Woche waren Bocholt und Winterswijk an der Reihe.
Holländerinnen kleiden sich nämlich noch bescheuerter als andere Landeier.
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